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Ausbildung Stewardess

Wie werde ich Stewardess? Diese Frage stellen sich inzwischen nicht nur viele junge Frauen, sondern auch Männer, die gerade frisch ihren Schulabschluss in der Tasche haben, oder aber neben dem Studium arbeiten möchten.Wer eine Ausbildung zur Stewardess anstrebt sollte im Vorfeld die persönliche Eignung unbedingt abklären. Der Schulabschluss ist als Voraussetzung zur Ausbildung als Stewardess eher nachrangig. Der Realschulabschluss sollte es aber mindestens sein.

Körperliche Konstitution und soziale Kompetenz wichtig

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Stewardess-Ausbildung – Hilfe beim Gepäck (c) Fotolia / CandyBox Images | Lizenzhinweis

Bedeutender sind hier persönliche Interessen und charakterliche Eigenschaften, die zur Ausbildung als Stewardess unabdingbar sind. Dazu zählt neben dem kommunikativem Geschick im Umgang mit Menschen, Service-Bereitschaft, ein souveränes Auftreten und auch Teamfähigkeit. Die fachlichen Voraussetzungen weichen meist von Fluglinie zu Fluglinie ein wenig ab. Doch erste Erfahrungen im Gastronomie- oder Service-Bereich und sehr gute Deutsch- sowie Englischkenntnisse sind der Grundstock für die ersten Schritte in Richtung Ausbildung.

Aus Sicherheitsgründen spielen auch körperliche Bedingungen eine Rolle:

  • Mindestkörpergröße von 1,60m bis 1,65m zum Erreichen der Gepäckfächer im Flugzeug
  • Flug- und Tropentauglichkeit nachgewiesen durch Medizincheck
  • Volljährigkeit
  • Max. Sehschwäche von +/- 5 Dioptrin
  • Schwimmfähigkeit

Umfangreiches Bewerbungsverfahren

Ehe es zum zur Ausbildung geht, muss eine Bewerbung als Stewardess geschrieben werden. In einen ausgiebigen Bewerbungsverfahren testen die Fluggesellschaften die Kandidatinnen auf Herz und Nieren.
In der Regel wird eine Online-Bewerbung von der Stewardess in spe verlangt. Bei Gefallen kommt es dann wenige Wochen später zu einem Telefoninterview. Hier werden noch einmal Eckpunkte des Lebenslaufs und die Motivation abgeklärt. Haben Sie diese Hürde erfolgreich gemeistert, wartet meist ein Assessment Center mit Vorstellungsgespräch auf die Kandidaten.

Stewardess kein klassischer Ausbildungsberuf

Zunächst einmal ist Stewardess in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf. Denn die Hauptkriterien Mindestausbildungsdauer, ökonomischer Nutzen und die Zukunftsperspektive sind von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Die Ausbildung zur Stewardess erfolgt daher meist an speziellen Fachschulen für Flugbegleiter durch die Airlines selbst. Die Ausbildungsinhalte für Stewardessen sind nicht standardisiert geregelt und weichen unter den Airlines voneinander ab. Dabei weist die Ausbildungsdauer eine Spannbreite von 6 Wochen bis zu vier Monaten auf. In diesem Zeitraum wird den zukünftigen Flugbegleitern das notwendige Wissen zur Ausübung des Jobs praktisch und theoretisch vermittelt.

Inhalte der Ausbildung zur Stewardess

 

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Stewardess-Ausbildung – Getränke servieren (c) Fotolia / pressmaster | Lizenzhinweis

Zu den elementaren Inhalten der Stewardessen-Ausbildung zählen:

  • Bedienen der Gerätschaften im Flugzeug (bspw. Bordküche)
  • Empfang und Begrüßung der Passagiere
  • Ausgeben von Speisen und Getränken
  • Sicherheits- und Serviceregeln an Bord
  • Verhalten in Notfällen (u. a. Erste-Hilfe-Kurs)
  • Kenntnisse über verschiedene Flugzeugtypen
  • Inhalte verschiedenster Transportdokumente
  • Planung und Durchführung von Einsätzen der Crew

Ausbildung zur Stewardess stellt hohe Anforderungen

Die Anforderung während der Ausbildung sind sehr hoch und es herrscht eine recht hohe Abbrecher-Quote. Wer sich dennoch bis zum Ende durchbeißt erhält gemäß des Berufsbildungsgesetz (BBiG) die Qualifizierung zum “Flugbegleiter”.
Vorteil der Ausbildung ist die Kürze. Nachteilig ist der finanzielle Aspekt. Da die Ausbildung zur Stewardess kein anerkannter Lehrberuf ist, müssen die angehenden Flugbegleiter damit leben, in dieser Zeit auch keine Ausbildungsvergütung zu erhalten. Doch auch hier kann es unter den Fluglinien Ausnahmen geben. Mitunter müssen gar Kosten selbst mitübernommen werden.
Schon während der Ausbildung können die zukünftigen Stewardessen die ersten Weichen in Richtung berufliche Zukunft stellen. Vielfach ist schon vorab wählbar, ob man später auf Kontinental- oder Interkontinentalstrecken eingesetzt werden möchte.

Nicht nur in der Ausbildung, sondern auch später im Beruf gilt es für Stewardessen die eigene Flugtauglichkeit durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen nachzuweisen. Nebenher müssen auch die eigenen medizinischen Kenntnisse immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, denn Stewardessen sind nicht nur Servicekräfte, sondern müssen auch für den Notfall gewappnet sein. Dies kann von der medizinischen Versorgung bis hin zur psychologischen Betreuung reichen.